Sinkende Pelletpreise

 

Pellets aus Sägeabfall

Pellets aus Sägeabfall

Im Mai ist der Preis für Holzpellets durchschnittlich um rd. 7 EUR/t gesunken. Das meldet der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) in Berlin.

Der Preis beträgt pro Tonne derzeit durchschnittlich 250,48 EUR, pro Kilogramm 25,05 Cent und pro Kilowattstunde (kWh) 5,01 Cent. Das sind 2,6 Prozent weniger als im Vormonat und 5,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Gegenüber Heizöl bieten Pellets aktuell einen Preisvorteil von knapp 38 Prozent.
 
Neben den Pelletpreisen ist auch die Pelletproduktion im ersten Quartal 2014 gesunken, und zwar im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent bzw. knapp 92.000 t auf gut 447.000 t.

„Diese Entwicklung kann angesichts des milden Winters nicht überraschen“, stellt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele fest. „Da Pellets in Deutschland ausschließlich zur Wärmegewinnung eingesetzt werden, ist ein Produktionsrückgang die natürliche Folge eines ausbleibenden Winters.“ So kommt es zu sinkenden Pelletpreisen.
 
Der DEPV empfiehlt Pelletkunden, die günstigen Preise zu nutzen und bereits jetzt ihre Lager aufzufüllen.

„Für einen reibungslosen Betrieb ihrer Heizungen sollten Verbraucher dabei auf zertifizierte ENplus-Qualität setzen“, rät Bentele. „ENplus-zertifiziert sind mittlerweile rd. 90 Prozent der deutschen Pelletproduktion.“ 
 
Als Rohstoff setzten die Pelletproduzenten in Deutschland auch im ersten Quartal 2014 weiterhin vor allem Sägerestholz ein (82,8 Prozent).

Der Einsatz von nicht sägefähigem Rundholz (sog. Industrieholz) lag bei 17,2 Prozent. Über 99 Prozent der Pellets werden für die Bereitstellung von Wärme in kleinen und mittleren Anlagen hergestellt (Qualitäten A1 und A2). Lose Ware, die mit dem Tankwagen angeliefert wird, machte im Pellethandel 83 Prozent aus, Sackware 17 Prozent.

Der Großteil der Pellets wird demnach in Pelletkesseln eingesetzt, der Rest in Pelletkaminöfen. Über 85 Prozent der Inlandsproduktion wurde im ersten Quartal auch im Inland verbraucht, knapp 15 Prozent exportiert.

Quelle: www.depv.de